"Bling – Bling!" – Glanzvolles aus dem Grab des Tutanchamun aus herstellungstechnischer Perspektive

Vortragende: Christian Eckmann, Katja Broschat, Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz, z. Zt. Ägyptisches Museum in Kairo

Termin: 24. Januar 2018, 18.30 Uhr
Ort: HAWK, Alte Bibliothek, Brühl 20, Hildesheim
Einladungskarte (pdf, 604 KB)

Weltweit kommt den meisten Menschen – denken sie an Ägypten – sofort ein Name in den Sinn: Tutanchamun. Die Entdeckung seines damals seit fast dreitausend Jahren unberührten Grabes im Jahr 1922 löste eine regelrechte "Tutomanie" aus, beeinflusste Mode, Design, Kunst- und Kulturschaffende, faszinierte Wissenschaftler sowie Millionen von Reisenden über alle Maßen. Obwohl H. Carter die mehr als 5300 Objekte gewissenhaft dokumentierte, können auch heute noch neue Erkenntnisse aus einem derart lange bekannten Material gewonnen werden. Dies gilt insbesondere für eine Gruppe verzierter Goldblech-Applikationen, die lose verstreut auf dem Boden der Vorkammer des Grabes lagen. Seit nunmehr fast 90 Jahren lagerte diese wenig beachtete Objektgruppe im Ägyptischen Museum in Kairo und war bisher weder Museumsbesuchern noch Archäologen zugänglich. Das 2014 begonnene Forschungsprojekt bietet nun erstmals die Chance, sowohl Erkenntnisse über die angewandten Herstellungstechniken zu gewinnen als auch die ursprüngliche Funktion der Artefakte zu rekonstruieren.

Goldblech, Foto: Christian Eckmann (Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz)

Maske frontal, Foto: Christian Eckmann (Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz)